Liedermacher

Der Entschluss, eigene Texte zu singen, reifte spät. Doch die Liebe zur deutschen Sprache und der Wille, sie gut klingen zu lassen, brachen sich letztlich Bahn. Als 46-Jähriger nahm Stefan Noelle wieder die Gitarre seiner Jugend in die Hand und ging mit ersten Liedern auf die Bühne. Ohne erklärtes Vorbild sieht er sich selbst in der Tradition der europäischen Chansonniers, Cantautori und Liedermacher. Er war Stipendiat der Textdichter-Masterclass CELLER SCHULE und gehört seit 2017 auch zum Kreis der Liedermacherschule SAGO (gegründet von Christof Stählin).

"Ich bin noch da" - das aktuelle Album

Für September 2021 ist die Veröffentlichung des zweiten Albums geplant. Hierfür verbindet Stefan Noelle seine musikalische Poesie mit seiner guten Vernetzung innerhalb der Münchner Musikszene. Viele Gäste bereichern die Lieder mit ihrem inspirierten Spiel. Neben den Musikern seiner Working Band (Max Braun, Bassklarinette/Altflöte; Adrian Reiter, E-Gitarre; Wilbert Pepper, Kontrabass) sind dabei:

Die Band Quadro Nuevo, die Pianistin Andrea Hermenau, Filmmusik- und Dreiviertelblut-Mastermind Gerd Baumann, der syrische Oud-Virtuose Abathar Kmash, das Duo Flow mit Axel Wolf und Hugo Siegmeth, E-Bass-Legende Wolfgang Schmidt, Akkordeon-Filou Christian Ludwig Mayer, die Brüder Himpsl von der Unterbiberger Hofmusik und viele andere mehr.

So entstehen individuelle Versionen der Lieder, ganz unterschiedlich instrumentiert. Seltene Saiteninstrumente wie Harfe, Barocklaute und Oud, Blechbläser und Streicher färben Stefan Noelles gesungene Poesie, die alles zusammenhält. Das Album feiert diese aussterbende Art der musikalischen Zusammenarbeit: In einem großen Studio gemeinsam alles gleichzeitig aufzunehmen.

Begleitet werden die Aufnahmesessions im legendären Mastermix-Studio Unterföhring von der bekannten Musik-Fotografin Lena Semmelroggen. Aus ihren Bildern, die den Sprit dieser Studiotage kongenial einfangen, wird ein Fotobuch im Format 30 x 30 cm werden, dem der Tonträger als CD oder Vinyl-LP beiliegt. In einer Zeit, in der ein einzeln veröffentlichter Track den nächsten jagt, geht Stefan Noelle also den umgekehrten Weg und produziert ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk.

Das erste Album

Das erste Album MEINETWEGEN IM REGEN erschien 2016 und erhielt eine Nominierung zum Preis der deutschen Schallplattenkritik. Für die Aufnahmen stellte die Malerin Edith Kramer ihr Atelier zu Verfügung: Eine historische Bauernhoftenne mit wunderbar warmer Holz-Akustik in Wackersberg bei Bad Tölz. Hier entstand in nur zwei Aufnahmetagen das ganze Album.
Zu hören sind Florian Riedl, Bassklarinette/Flöte; Georg Alkofer, E-Gitarre; Sebastian Gieck, E-Bass. Aufgenommen und gemischt wurde das Album von Nikolaus Reichel. Im Bild dokumentiert wurden die Aufnahmen von Lena Semmelroggen.
Die CD erschien Ende Januar 2016 und erhielt eine Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

 

Fotos: Lena Semmelroggen